In welchen Bereichen ist die DGEM aktiv?

Zur Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und öffentlichem Gesundheitswesen auf dem Gebiet der Ernährungsmedizin und Stoffwechselforschung führt die DGEM eine Reihe von Aktivitäten durch.  Die Fachgesellschaft veranstaltet unter anderem Kurse, Symposien und Kongresse, sie beschließt interdisziplinäre Vereinbarungen, erarbeitet Empfehlungen und Leitlinien, vergibt Stipendien und Preise auf dem Gebiet der Ernährungsmedizin und Stoffwechselforschung. 

 

Liste aller Aktivitäten

Kongress

Dreiländertagung ERNÄHRUNG 20__ als jährlicher wissenschaftlicher Kongress der drei deutschsprachigen Gesellschaften für Ernährungsmedizin AKE (Österreichische Arbeitsgemeinschaft für klinische Ernährung, Österreich), DGEM und GESKES (Gesellschaft für klinische Ernährung der Schweiz). Sie wird in den geraden Jahren von der DGEM in Deutschland und an den ungeraden Jahren abwechselnd von der AKE in Österreich und der GESKES in der Schweiz ausgerichtet.

Mehr Information finden Sie hier.

Publikationen

Die DGEM gibt als offizielles Organ die Zeitschrift „Aktuelle Ernährungsmedizin“ heraus. Zusammen mit AKE und GESKES werden die „Nutrition-News“ herausgegeben. Zu ausgewählten Themen werden von der DGEM Bücher herausgegeben.

Forschung

Die DGEM unterstützt die Kommunikation und Zusammenarbeit aller (klinischer und außerklinischer) Arbeitsgruppen, die Forschung in der Ernährungsmedizin betreiben und hat dazu den DGEM Ausschuss Forschung in der Ernährungsmedizin eingesetzt. Die DGEM schreibt von Zeit zu Zeit Forschungsanträge und -preise zur Unterstützung von Nachwuchsforschung aus - für Details siehe hier.

Internationale Kooperation

Die Europäische Initiative „Optimal Nutritional Care for All (ONCA)“ hat sich zum Ziel gesetzt, europaweit systematisches Screening und nachfolgende Assessment und Therapie der Mangelernährung in den Strukturen des Gesundheitswesens der beteiligten Länder zu etablieren. Seit November 2014 arbeiten Vertreter der verschiedenen Verbände, der Industrie, der Politik und Patientenvertreter unter Federführung der DGEM an diesem ambitionierten Projekt. Dieses Projekt wird simultan auch in Holland, Irland und Kroatien aktiv bearbeitet.

Das nutritionDay Projekt hat seit seinem Start 2005 inzwischen eine Reihe von wegweisenden Publikationen hervorgebracht. Daran waren auch Arbeitsgruppen in Deutschland beteiligt. Die DGEM ruft wieder zur Beteiligung am nutritionDay im November 2016 auf. 

Fortbildung

Die DGEM bietet regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen an.

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Leitlinien

Beginnend im Jahr 2003 hat die DGEM ein umfassendes Leitlinienwerk herausgegeben für das gesamte Spektrum der ernährungsmedizinischen Praxis. Die Mehrzahl der zwischen 2013 und 2015 veröffentlichen DGEM Leitlinien wurden von der AWMF in der anspruchsvollsten Kategorie als S3 Leitlinie akkreditiert. Viele Leitlinien der DGEM wurden in Kooperation mit anderen medizinischen Fachgesellschaften erstellt.

Ernährungsmedizin im DRG System

Die DRG-Arbeitsgruppe der DGEM steht in engem Kontakt mit den DRG-Arbeitsgruppen anderer medizinischer Fachgesellschaften und der Europäischen Gesellschaft für klinische Ernährung und Stoffwechselforschung (ESPEN) und steht in regelmäßigem Kontakt mit dem DIMDI und dem InEK. In die Aktualisierung des ICD Kata-logs ist sie einbezogen.

Berufliche Weiterbildung in der Ernährungsmedizin (Ärzte)

Seit 1998 werden von Landesärztekammern, der Deutschen Akademie für Ernährungsmedizin e. V. (DAEM) und anderen Einrichtungen in Kooperation mit der DGEM Weiterbildungsseminare für Ärzte zur Erlangung der Bezeichnung „Ernährungsmediziner/in DAEM/DGEM®" nach dem Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer angeboten. Bundesweit haben inzwischen ca. 3.500 Teilnehmer an diesen Seminaren teilgenommen.

Gegenwärtig ist die DGEM zusammen mit dem Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner e.V. (BDEM) und der Deutschen Akademie für Ernährungsmedizin e. V. (DAEM) in Gesprächen mit den Landesärztekammern zur Vorbereitung der Umsetzung des Beschlusses des 118. Deutschen Ärztetags vom Mai 2015. Dieser fordert die Bundesärztekammer auf, die Ernährungsmedizin, aufbauend auf dem Curriculum "Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer", zusätzlich in die Zusatz-Weiterbildung der (Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) aufzunehmen. (Stand November 2015)

Berufliche Weiterbildung in der Ernährungsmedizin (Pflege, Assistenzpersonal)

Vielfältige Erfahrungen in anderen Ländern und in Deutschland belegen die Bedeutung des interdisziplinären Ernährungsteams für die erfolgreiche Umsetzung ernährungsmedizinischer Maßnahmen bei Patienten während ihres stationären Aufenthaltes und bei der Übergabe in die ambulante Weiterbehandlung.

Naturgemäß ist dabei das Pflegepersonal in vorderster Linie involviert, aber nicht systematisch dafür ausgebil-det. Mit dem „Weiterbildungscurriculum Ernährungstherapie für pflegerische und pharmazeutische Fachkräfte“ hat die DGEM im Jahr 2009 einen Weiterbildungsstandard geschaffen, nach dem Pflegekräfte und pharmazeutische Fachkräfte für die qualifizierte Mitarbeit im Ernährungsteam weitergebildet werden können. Weiterbildungsseminare nach diesem Curriculum werden angeboten.

Mit der Fortentwicklung dieser Qualifikation befasst sich der DGEM Ausschuss für Fortbildung und klinische Praxis in der Ernährungsmedizin  und der Arbeitskreis Pflege in der Ernährungsmedizin. 

Zusätzlich bietet die DGEM selbst regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen zu verschiedenen Themen der Ernährungsmedizin für alle Berufsgruppen an. Weitere Informationen finden Sie hier.

Zusammenarbeit mit anderen Fachgesellschaften

Ernährungsmedizin ist ein klassisches Querschnittsfach und deshalb sieht die DGEM eine wichtige Aufgabe in der Zusammenarbeit mit anderen Fachgesellschaften und Verbänden.

Die Jahrestagungen der DGEM finden als "Dreiländertagung" zusammen mit der AKE und der GESKES statt, alle zwei Jahre in Deutschland in Kooperation mit dem VDOe und dem BDEM. Für die Dreiländertagung "Ernährung 2016" mit dem Themenfokus Ernährung des Nierenkranken ist die DGfN Kooperationspartner.

Die DGEM kooperiert außerdem mit einer Reihe von anderen nationalen medizinischen Fachgesellschaften, darunter die DGIM, die DGVS, die DGAV, die DGN, die DGG und die DGHO, bei Veranstaltungen und Leitlinienerstellung.

Die DGEM pflegt außerdem zahlreiche internationale Kontakte, vor allem mit der europäischen Dachgesellschaft ESPEN und der amerikanischen Fachgesellschaft ASPEN.

Eine langjähirge enge Zusammenarbeit verbindet die DGEM außerdem mit den polnischen (POLSPEN) und tschechischen (SKVIMP) Schwestergesellschaften.