Individuelle Ernährungstherapie statt Erreichen einer täglichen Kalorienzahl - Charité organisiert gemeinsam mit DGEM e.V. Stoffwechselkongress edi 2007 in Berlin

Berlin, März 2007 - Die moderne Ernährungsmedizin setzt bei der Ernährung von kranken Menschen nicht auf das unbedingte Erreichen einer bestimmten Kalorienzahl, sondern auf eine individuell der klinischen Situation angepasste Ernährung der Patienten. Anlässlich der edi 2007, die vom 23. bis 24. Februar unter dem Motto "Stoffwechseltherapie" in Berlin stattfand, sagte Mitorganisator und Privatdozent Dr. Johann Ockenga von der Charité: "Früher sollte der Patient eine bestimmte Kalorienzahl am Tag zu sich nehmen, heute wissen wir, dass wir die Art und das Ausmaß der Ernährung der aktuellen Stoffwechselsituation des Patienten anpassen müssen." Dieses gilt insbesondere für akut kritisch kranke Patienten. Der Grundsatz ist nicht nur für Patienten mit Mangelernährung, sondern auch für Patienten mit Übergewicht und metabolischem Syndrom wichtig. Durch die stoffwechseladaptierte Therapie sind auch für diese Patienten die Zeiten, in denen Hungern als Grundlage der Behandlung galt, vorbei.

 Zur vollständigen Pressemitteilung 6. März 2007

Ernährung von Tumorpatienten: Kombination verschiedener Therapien gezielt einsetzen - Klassischen Tumorpatienten gibt es nicht - Workshop auf der edi 2007

Berlin, März 2007 - Die Ernährung von Tumorpatienten erfordert eine Kombination verschiedener Ernährungstherapien und eine individuelle Einstellung auf die persönliche Situation des Patienten. Manuela Freudenreich, Ernährungsberaterin an der Charité in Berlin, stellte in einem Workshop auf dem Stoffwechselkongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM e.V.) edi 2007 in Berlin (23./24.02.2007) erfolgreiche Strategien bei der Ernährung von Tumorpatienten vor. "Es gibt keinen klassischen Tumorpatienten," sagte sie vor über 80 Teilnehmern des Workshops. Vielmehr sei es notwendig, verschiedene Therapien zu kombinieren und nicht an einer alleine festzuhalten. So könne eine Kombination von oraler Ernährung, Supplementen, enteraler und parenteraler Ernährung für einige Patienten sinnvoller sein, als nur auf ausschließlich eine Komponente zu bauen.

 Zur vollständigen Pressemitteilung 6. März 2007

NutritionDay 2007 - 25. Januar Erhebung in 31 Ländern

Berlin, Januar 2007 - "NutritionDay in European Hospitals" ist die bisher größte europaweite Studie, bei der Patienten direkt über ihre Ernährungssituation befragt werden. Nach einem erfolgreichen Projektstart im Vorjahr werden nun mit 'NutritionDay2007' am 25. Januar bereits mehr als 20.000 Patienten in rund 1.000 Krankenhausstationen in 31 Ländern befragt werden. Fragebögen in 26 Sprachen stehen zur Verfügung. Ziel von 'NutritionDay' ist, die Bedeutung des Ernährungsstatus im Heilungsprozess den Patienten, Ärzten und Pflegepersonen bewusst zu machen. Dadurch sollen menschliches Leid und Krankenhauskosten verringert werden. 2006 wurden 16.455 Patienten in 748 Stationen in 25 Ländern befragt. Die Ergebnisse beweisen die Bedeutung der gezielten Ernährung im Krankenhaus. Denn bei Mangelernährung steigt die Liegedauer um bis zu 50 Prozent und das Sterblichkeitsrisiko erhöht sich drastisch.

 Zur vollständigen Pressemitteilung 22. Januar 2007